Die Brautsaison 2018 ist  in vollen Zügen im Anmarsch, Messen werden geplant, Kollektionen erstellt und das Terminbuch füllt sich sichtbar für die Frühjahrsbräute. Und mittendrin ging letzte Woche wieder mal die Post bei uns ab. Wir haben eine Brautparty geschmissen.  Normalerweise findet diese meist an einem Samstag Nachmittag statt, mit leckeren Süßspeisen und einer kleinen Candybar. Diese Party aber sollte an einem Freitag Abend gegeben werden, mit einem deftigen kleinen Buffet. Es ist ja schon etwas anderes nach einem langen Arbeitstag noch den Elan aufzubringen bis in die Nacht weiter zu arbeiten, zwischendrin die Vorbereitungen für das Essen, sich auf die Braut einstellen und so weiter…..aber auch in dieser Woche haben wir wieder die Erfahrung gemacht, wenn die Gäste kommen sind alle Anspannungen vorbei. Die pure Freude stellt sich ein und man hat Energie für noch zehn Stunden Arbeit.

Witzigerweise habe ich so eine Brautparty noch nie als Arbeit wahr genommen. Denn immer war es bisher wie ein Zusammentreffen von Freunden. Wir sind alle locker, trinken schon mal einen Sekt mit und muffeln uns mit durch das Essen. Nebenbei wird probiert, gelacht, geschminkt und frisiert. Erinnert Ihr Euch noch an die wundervollen Pyjamapartys aus Eurer Jugend? Das ist die Brautparty für Erwachsene 🙂

Die Gäste kamen pünktlich bei uns an und wir haben gleich gemerkt, hier stimmt die Chemie. Eine wirklich wundervolle junge Dame mit ihrer Mutti, ihrer reizenden Omi und einer sehr engen Freundin der Familie. Was für eine herzliche Runde. Ich würde gerne schreiben das Eis war schnell gebrochen, aber es war von Anfang an gar kein Eis vorhanden. 🙂

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es auch direkt auf die Jagd nach dem schönsten Brautkleid der Boutique. Ich habe relativ schnell bemerkt, dass ich Team Omi bin. Wir lagen geschmacksmäßig auf einem Nenner.

Es wurden die ersten Kleider probiert, aber schon nach dem ersten waren sich alle einig, welche Stilrichtung wir verfolgen. Wir waren ganz nah dran, aber an jedem Kleid fehlte dieses kleine Fünkchen für den Wow-Effekt. Also haben wir beschlossen eine kleine Pause einzulegen.

Die Braut wollte danach noch einmal das erste Kleid aus der Anprobe anziehen, allerdings war es nicht zu 100% DAS Modell. War bei dem einem Kleid der Rock perfekt, fehlte der Glitzer. War genug Glitzer dran, fehlte das Volumen am Rock. Bei Astrapahl gibt es aber keine 99% Kleider. Und so gingen Susann und ich noch einmal systematisch alle Kleider durch. Gleichzeitig sahen wir uns bei einem Modell an und schmuggelten es in die Umkleide. Als ich es meiner Kundin anzog merkte ich schon, wie meine Gänsehaut von den Füßen bis in die Haarspitzen wanderte. Die Braut war still. Und ich wusste….wir haben die 100% <3

Wir kamen aus der Kabine und der Moment war da. Mutti weint, Omi weint, die liebe Freundin weint und unserer Braut liefen die Tränen nur so über ihre hübschen Wangen. Was ich aber das erste Mal erleben durfte…..Susann kamen die Tränen. Unsere sonst so taffe und klare Susann stand da und brauchte zum ersten Mal seit Eröffnung der Brautabteilung ein Taschentuch.

So konnten wir schon nach dem 4. Modell auf das Finalkleid anstoßen und den Moment feiern. Alle Anspannung fiel von uns ab und wir haben den Rest des Abends genießen können. Die Braut bekam noch ihr finish, wurde frisiert und geschminkt, die Accessoires wurden ausgesucht und dann wurde noch lange zusammen gesessen.

Einziger Wermutstropfen war, dass unsere Gäste unmittelbar vor der Party essen waren und unser Buffet unterschätzt hatten. So waren wir gezwungen bis spät in die Nacht all die Leckereien selber zu vernaschen. 😉

Wir bedanken uns bei unseren lieben Gästen für die gelungene Stimmung, sind unendlich stolz ein Teil ihrer Traumhochzeit sein zu dürfen und freuen uns schon auf die nächste Brautparty bei Astrapahl. <3

 

 

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