Ein aufregendes Wochenende liegt hinter uns. Zwei Tage Hochzeitsmesse in Winsen. Zwei Tage sichtbar für die Kunden, wochenlange Vorbereitung für uns. So eine Messe muss gut organisiert sein, der Messestand wird einmal komplett in unseren Hallen zur Probe aufgebaut, um zu sehen, wie alles am schönsten steht und bestmöglich präsentiert wird. 12 Models kommen zum Fitting, um Kleider zu probieren, passende Schleier zu suchen und Schuhe zu testen. Wieviele Stunden Im Vorfeld anfallen, um überhaupt anzureisen, vermag wahrscheinlich niemand zu ahnen.
Am Freitag ging es dann voll bepackt los. Der Aufbau. Voller Tatendrang haben wir unseren Stand aufgebaut und die Kleider der Models vorbereitet. Ein letzter Blick…haben wir alles?
Zum Glück waren wir wirklich super vorbereitet und alles stand an seinem Platz.

So konnten wir entspannt am Samstag anreisen. Nun hieß es die Models anzuziehen. 11 Mädels mussten in richtiger Reihenfolge ins richtige Kleid gesteckt werden. Mittendrin wurde frisiert und gepudert was das Zeug hält, um aus jungen, hübschen Damen Bräute zu machen.

Ich habe inzwischen unseren Stand besetzt und mich auf die Moderation unserer Kollektion vorbereitet. Lampenfieber stieg langsam auf, denn so eine Modenschau ist schon etwas besonderes. Und dann das erste Mal vor so vielen Leuten durch ein Mikrofon sprechen…uiuiuiui…..
Die Messe hat sich langsam gefüllt und es waren nur noch wenige Minuten vor dem ersten Lauf. Die Mädchen waren aufgekratzt und Susann und ich angespannt bis in die Haarspitzen.
Und dann gingen die Spots an, das Gesangsduo stimmte das erste Lied an und die erste Braut erschien auf dem Laufsteg.

Wisst Ihr was da in einem vorgeht? Die vielen Stunden Vorarbeit sind vergessen, man schaut sich ein Kleid nach dem anderen an und denkt….sind das wirklich unsere Modelle?
Bis zu dem Zeitpunkt war noch alles im Lot bei uns, aber dann kam der Moment, in dem alle Bräute sich zusammen auf den Laufsteg gestellt haben. Verdammt….nun gab es kein Halten mehr.
Susann und ich standen an zwei verschiedenen Orten, sie hinter der Bühne, ich davor. Und beide standen wir da und weinten Krokodilstränen vor Rührung.
Es lag eine so unsagbare Stimmung in der Luft, die ich gar nicht richtig in Worte verpacken kann.

Gleichzeitig fiel alle Anspannung von uns, so dass wir beide Messetage in vollen Zügen genießen konnten. Alle Aussteller waren von einer Herzlichkeit, die ihres Gleichen sucht, niemand war gegen den anderen, alle waren ein Team, ja fast schon eine Messefamilie. Wir hatten so viel Spaß, Emotionen und liebe Interessenten, besser hätte es nicht laufen können.
Am Sonntag ist unsere Kollegin Nadine noch mit einem wunderschönen Standesamt Outfit auf den Laufsteg gegangen, was bei den Besuchern total super ankam.

Unser persönliches Highlight war dann aber tatsächlich der letzte Lauf der Messe. Als wären wir nicht emotional genug gewesen, kam im letzten Durchgang noch ein Familienmitglied der Geschäftsführer als Braut auf den Laufsteg, als Bräutigam den jüngsten Sohn von Mario und Susann an der Hand. Wer bis dahin noch nicht geweint hat, hat dann jetzt alles an Tränen raus gelassen was ging.
Was für eine Überraschung.

Nun hieß es Abschied nehmen, Stand abbauen und Heimfahrt. Anstrengende, aber auch glückliche Stunden lagen hinter uns. Und Stolz. Ganz viel Stolz. Auf der Fahrt nach Hause standen die Münder nicht still, alle waren noch ganz aufgekratzt und jeder hatte noch etwas aus seiner Sicht zu erzählen.
Ganz sicher werden wir wieder kommen, wenn es in Winsen zum 2. mal heißt „Nur die Liebe zählt“

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